Macht’s gut

Ein Märchen vom Ende

März 2020, November 2020,
Januar 2927, Kampnagel


Links: Programmheft (.pdf) | Textauszug (Wal Monolog) | Mitschnitt (Passwortgeschützt, ext. Link)
Presse: TAZ-Artikel (Februar 2020, ext. Link)

Die Menschheit ist schon lange vorbei, doch eine Maschine sucht noch immer nach ihren letzten Worten. Ohne Publikum wird sie sie nicht finden.


“Sie geben es sogar ganz offen zu: nach innen soll meine Nachricht eben auch wirken – als Schlaflied. Als Linderung gegen die Todesangst der Menschlein vor ihrem Ende. Aber was ist das für ein Ende bitteschön? Wann kommt das? Ich merke hier nichts davon!”

Im Jahr 2927 erreicht eine extraterrestrische Besucherin die Erde. Die Menschheit ist verschwunden, nur noch unlesbare Spuren und Schutt bedecken den Planeten. Doch dann entdeckt die Besucherin unter einem Schutthaufen plötzlich eine unversehrte, alte Industriehalle, die irgendwann auch einmal ein Theater gewesen sein muss. Seit hunderten von Jahren läuft dort die Performance einer künstlichen Intelligenz, die nach der Quintessenz menschlichen Ausdrucks sucht. Ohne Zuschauende ist sie dazu verdammt, ihre Botschaft in einer endlosen Schleife Tag für Tag zu wiederholen. Bis heute. Mit ihrer Performance sieht die Besucherin auch die finale Botschaft, die letzte Spur der Menschheit. Was wird von uns übrig geblieben sein?

Ende 2019 fand ich mich völlig verdutzt in einer Diskussion mit einem “Klimaskeptiker”. Ich rang um eine gemeinsame Gesprächsbasis, bis mir irgendwann der Kragen platzte und sich mir ein Gedanke einbohrte: Was, wenn es eigentlich schon längst vorbei ist? Wenn man nicht mehr darüber diskutieren sollte, wie die Menschheit gerettet werden kann, sondern eher darüber, was sie der Ewigkeit hinterlassen könnte?

Mit meinem Team befragte ich das Thema der Vergänglichkeit sowie das Rätsel: Warum will ein Mensch, das etwas von ihm Geschaffenes ihn überdauern solle?


Spiel: Max Kurth, Adele Vorauer
Musik: Moon (Sung-Yueh Chou)
Regie: Woody Mues
Bühne: Anton von Bredow
Kostüm: Anna Weitzel, Theresa Bahmann, Jana Mehner
Lichtdesign: Kianosh Momo Kinz
Ton: Funcky

Dramaturgie: Flavia Wolfgramm & Paul Marwitz
Assistenz Regie: Robin Bongarts, Feli Rathke, Dominic Stermann
Assistenz Bühne: Özge Akköse & Rosa Thiemer
Illustration: Mara Wild
Filmische Realisation: BLAUGRAU FILM

Illustration: Mara Wild

Teaser von “Macht’s gut”
(Externer Link zu Vimeo)

Soundtrack anhören
(externer Link zu Soundcloud)

Fotos: BLAUGRAU FILM


Link zu einem Textauszug des Stücks (Wal Monolog)

Download-Link zum Programmheft als .pdf

Link zur Aufzeichnung auf Vimeo (passwortgeschützt)

TAZ-Artikel zur ersten (coronabedingt abgesagten) Premiere, Februar 2020 (ext. Link)